Leitbild des Theaters Baden-Baden

Das Theater Baden-Baden ist das städtische Theater in Baden-Baden und führt als einziger professioneller Theaterbetrieb in Stadt und Umland die Sparte Schauspiel, dazu eine Abteilung für Kinder- und Jugendtheater. Der Betrieb als Repertoiretheater ermöglicht einen abwechslungsreichen Tagesspielplan, der für das dem Theater über Abonnements verbundene Stammpublikum und für Besucher und Touristen gleichermaßen attraktiv ist. Das durch Gäste verstärkte Schauspielensemble und die regelmäßig inszenierenden Regisseure stehen für künstlerische Kontinuität.

Für den Spielplan ist Vielfalt prägend: er präsentiert ein breites Spektrum bezüglich Inhalt, Genres und theatraler Form. Populäre Stücke und Klassiker werden durch unbekannte, außergewöhnliche und innovative Stücke ergänzt. Darin besteht der Auftrag und die finanzielle Absicherung seitens der öffentlichen Hand.

Der Theaterabend soll ein Ereignis sein, bei dem die Zuschauer auf unterschiedliche Weise berührt werden. Deshalb liegt ein Schwerpunkt im Spielplan auf Stücken, die eine nachvollziehbare Geschichte erzählen, mit Figuren, die eine Identifikation ermöglichen. Im Erleben von komischen und konfliktreichen Situationen sind Theaterabende möglich, die unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Die Inszenierungen bringen stilistische Vielfalt und streben eine lebendige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Gegenwart an. Bewahren des kulturellen Erbes am Theater bedeutet die immer wieder neue Interpretation von Stücken und Stoffen unter veränderten Zeitumständen.

Durch Kooperationen mit anderen kulturellen Institutionen in der Stadt ist das Theater Baden-Baden inhaltlich und strukturell in der Stadt verankert. Projekte und Stücke, die einen besonderen Bezug zur Stadt, ihrer Geschichte und den in ihr lebenden Menschen haben, stehen regelmäßig auf dem Spielplan und erhöhen die Identität stiftende Funktion von Theater.

Das Theater Baden-Baden als Theater der Stadt ist ein öffentlicher Ort der Kommunikation und des Austauschs: Die in den Inszenierungen angelegte Auseinandersetzung mit vergangener und gegenwärtiger Realität wirft Fragen auf, die über den Theaterabend hinausreichen. Den Rahmen für Gespräche bieten Begleitveranstaltungen wie Matineen, Publikumsgespräche und Einführungen vor den Vorstellungen. Eine besondere Bedeutung in der Vermittlung kommt der Theaterpädagogik zu. Diese richtet sich gleichermaßen an Schüler wie auch an Erwachsene. Aufführungen sehen und sich selbst im Workshop erproben ermöglicht eine Bildung, die über das Lernen von Fakten hinausgeht und die (Selbst)Reflexion hervorruft und erweitert.

Für den gelungenen Theaterabend arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Berufen miteinander: Künstler, technisches Personal und Mitarbeiter des Service. Sie alle sind Teil des Theaters und seine Botschafter.