AM HANG (DE)

nach dem gleichnamigen Roman von Markus Werner

Eine Zufallsbekanntschaft auf der Sonnenterrasse eines Tessiner Hotels: Als sich der junge Scheidungsanwalt Thomas Clarin, der ein ruhiges Pfingstwochenende in seinem Ferienhaus verbringen will, zu einem älteren Herrn an den Tisch setzt, ahnt er nicht, dass daraus innerhalb zweier Abende so etwas wie eine Freundschaft werden könnte. Bei Wein und gutem Essen reden die beiden Männer, die in ihrer Lebensauffassung unterschiedlicher kaum sein könnten, über den Zeitgeist, ihre eigenen Geschichten und ihre Frauen. Der ältere kommt über das Scheitern seiner Ehe und den Tod der vergötterten Gattin nicht hinweg, der jüngere vertritt das freie und ungebundene Leben in wechselnden Beziehungen. So unterschiedlich die Konsequenzen, sie gehen vom Gleichen aus: „Die Ehe entspricht nur wenigen und überfordert die meisten." Erst mit der Zeit wird deutlich, dass die beiden Männer mehr verbindet als diese Einstellung. Im scheinbar lockeren Gespräch zwischen dem gedankenlosen Hedonisten und dem enttäuschten Moralisten werden gefährdete Werte wie Bindung, Geborgenheit und Treue in ein neues Licht gerückt. Dem Schweizer Markus Werner ist mit seinem siebten Roman ein effektvoll gebauter Dialog über Liebe und Lebensglück gelungen.

Dauer: 80 Minuten, keine Pause

  • INSZENIERUNG: Rosalinde Renn* >>
  • BÜHNE UND KOSTÜME: Britta Langanke* >>

  • BESETZUNG:
    Michael Laricchia >>, Berth Wesselmann >>

PRESSESTIMMEN:

Aus dem schon dialogisch angelegten Roman Markus Werners wird in der Baden-Badener Inszenierung von Rosalinde Renn ein dichtes, ganz aufs Wort konzentriertes Kammerspiel. Und es zeigt sich, wie ideal sich Werners funkelnde, pointenreiche Prosa auch für die Bühne eignet. (...) Ein fabelhafter Text und großes Theater auf einer kleinen Bühne. SWR2


Die Theateradaption des Schweizer Autoren Markus Werner unter der Regie von Rosalinde Renn fand ein atemlos lauschendes, höchst begeistertes Publikum (...) Kein Wunder, stimmt doch bei dieser Inszenierung einfach alles. (...) Das Duo zu loben, fällt leicht. Michael Laricchia (Scheidungsanwalt) und Berth Wesselmann (Lehrer) harmonieren perfekt. Dank ihrer intensiven, brillant funkelnden Schauspielkunst wirkt die Geschichte so natürlich, als spiele sie unter Freunden, die im heimischen Wohnzimmer in ihren Erinnerungen kramen. Schön, dass das Stück zum Nachdenken zwingt.
 ABB

TERMINE:
So 17.12.2017, 19:00 Uhr TICKETS >>
So 14.01.2018, 19:00 Uhr TICKETS >>

GÄSTEBUCH:

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