ALTE LIEBE (UA)

von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

Harry und Lore sind seit fast vierzig Jahren verheiratet. Harry ist vor kurzem pensioniert worden und widmet sich liebevoll seinem Garten. Lore ist Bibliothekarin und organisiert leidenschaftlich Literaturlesungen. Ihre sechsunddreißigjährige Tochter Gloria ist noch immer das Sorgenkind der Familie, im Sommer wird sie zum dritten Mal heiraten: einen steinreichen Industriellen – in weißem Nerz, mit hunderten von Gästen und einem Privatkonzert von Peter Maffay. Was haben Harry und Lore nur falsch gemacht? Können sie überhaupt zu dieser Hochzeit fahren, die all ihre hart erkämpften 68er Ideale infrage stellt? ALTE LIEBE zeigt Szenen einer Ehe über alltägliche Probleme, tiefes Verständnis, kleine Geheimnisse und eine erneute Annäherung der langjährig Liebenden.

Der zweistimmige Roman ALTE LIEBE bietet mit seinen inneren Monologen und den dazu in einem spannungsvollen Kontrast stehenden Dialogen von Harry und Lore eine ideale Vorlage für einen Theaterabend über zwei Menschen zu Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Nach den Geschichten "Rudernde Hunde" ist ALTE LIEBE das zweite gemeinsame Buch von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder.

  • INSZENIERUNG: Anja Horst* >>
  • SOUNDDESIGN: Jonas Knecht* >>
  • BÜHNE UND KOSTÜME: Markus Karner* >>

  • BESETZUNG:
    Birgit Bücker >>, Berth Wesselmann >>

PRESSESTIMMEN:

"Heidenreichs 'Alte Liebe' begeistert bei der Uraufführung. Die Fans von Heidenreichs schnoddrigem Wortwitz kamen bei der Inszenierung von Anja Horst voll auf ihre Kosten: Punktgenau wurde der Zeitgeist der Alt-68er getroffen." dpa

"Die beiden Schauspieler Birgit Bücker und Berth Wesselmann bringen die kleinen und großen Sorgen des Lebens einfühlsam auf die Bühne. Sie sorgen für viel Gelächter mit ihren Dialogen als eingefleischtes Paar, das nebeneinanderher lebt und liebt, obwohl den einen die Macken des anderen fast in den Wahnsinn treiben. […] Und jedes Mal, wenn man über sie lacht, dann lacht man auch ein bisschen über sich selbst." BNN

TERMINE:
Sa 19.05.2012, 20:00 Uhr TICKETS >>
Sa 02.06.2012, 20:00 Uhr TICKETS >>

GÄSTEBUCH:

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar zum Stück.


Bernd Seibt

"Gestern, 12.2., freuten meine Frau und ich uns mit 6 weiteren Freunden (bei denen wir erstmals für Ihr Theater die Werbetrommel rührten) aus dem Pforzheimer Raum uns auf einen heiteren, aber gemäß dem Stück auch melancholischen Abend. Dies ist aus diversen Gründen nicht gelungen. Der Stromausfall vor und während des Stückes mag noch höhere Gewalt gewesen sein (als Entschädigung für das lange Warten und - damit verbunden - die erhöhten Parkgebühren  in dem an sich schon sehr teuren Parkhaus hätte es das Theater sicher nicht in den finanziellen Ruin gestürzt, wenn man 1 Glas Sekt oder Nichtalkoholisches als Entschädigung offeriert hätte), jedoch empfanden wir, die wir alle das Buch sehr mögen, die Inszenierung letztendlich als nicht gut geraten: die Pause vor dem "Epilog" (Buch) ist ziemlich deplatziert und disproportioniert, zeitlich wie auch inhaltlich. War man im ersten Teil noch sehr emotionalisiert, so wirkte dieser Epilog kalt, empfindungslos trotz der Bemühungen von Herrn Wesselmann. Und - kaum hatte man Platz genommen und nach der sehr langen Pause versucht sich wieder in das Stück hineinzuvertiefen, so wurde man schon wieder entlassen! Wie kann man dieses Stück überhaupt trennen? Wie kann man 185 Seiten des Buches in einen ersten Teil und nur knapp 6 Seiten in einen zweiten Teil packen?? Dieses Stück dürfte u.E. nie und nimmer geteilt werden! Es erfordert EINEN emotionalen "Rutsch". Somit wirkte der Epilog in dieser Art der Dramaturgie kühl. Wäre es nicht angedacht gewesen, diesen Teil mit Harrys Stimme aus dem "Off" zu spielen zusammen mit dem vorausgegangenen Telefonanruf aus der Bibliothek? Dies hätte dem Schauspieler viel mehr Raum für emotionale Handlung,  Gestik und expressive Mimik gelassen. Seine dargestellte Art wirkte gestern im Gegensatz dazu absolut nicht überzeugend, weil zu distanziert, reserviert, "abgelesen".
So wurden wir alle 8 letztendlich doch enttäuscht in den eiskalten Winterabend entlassen!"