DER BESUCH DER ALTEN DAME

Tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt

"Ich warte!" – Claire Zachanassians Gelassenheit trügt. Denn die nach jahrzehntelanger Abwesenheit in ihr Heimatdorf Güllen zurückgekehrte Milliardärin fordert Ungeheuerliches: Sie verlangt den Mord an ihrem Schulschatz Alfred Ill und ist bereit, dafür eine Milliarde zu bezahlen. Der einst bedeutende und wohlhabende Ort ist heute verarmt, Bürger und Gemeinde stehen kurz vor dem Ruin. So ist trotz aller Entrüstung über das unmoralische Angebot die Versuchung groß, der Zachanassian zu ihrer Rache zu verhelfen. Zumal Alfred Ills Verhalten äußerst zweifelhaft war, als seine heimliche Liebe, die damals noch Klara hieß, Güllen hochschwanger, entehrt und mittellos verlassen musste, nachdem er mithilfe bestochener Zeugen seine Vaterschaft erfolgreich bestritten hatte. Claire Zachanassian kann es sich leisten, zu warten.

1956 uraufgeführt, ist Dürrenmatts Tragische Komödie zu einem modernen Klassiker geworden. Mit der ihm eigenen dramaturgischen Unerbittlichkeit führt der Schweizer Dramatiker den Zuschauern doppeldeutig und bis zur letzten Konsequenz vor Augen, wie Moral vor Geld kapituliert und wie umgekehrt Geld der Moral zu ihrem Recht verhilft. 

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Spiegelfoyer statt.

  • INSZENIERUNG: Maria-Elena Hackbarth* >>
  • BÜHNE: Britta Langanke* >>
  • KOSTÜME: Claudia Jung* >>
  • MUSIK: Christian Kuzio* >>

  • BESETZUNG:
    Stephanie Brehme* >>, Birgit Bücker >>, Daniel Arthur Fischer >>, Heiko Gottberg* >>, Tobias Graupner >>, Oliver Jacobs >>, Catharina Kottmeier >>, Sarah Sanders >>, Christian Schaefer >>, Fritz Peter Schmidle* >>, Werner Tritzschler* >>, Berth Wesselmann >>, Hans-Georg Wilhelm >>

PRESSESTIMMEN:

"Birgit Bücker verkörpert die an Körper und Seele amputierte Frau mit bitterer Komik und macht eine großartige Figur. Oliver Jacobs gewinnt neben diesem Weibsteufel zunehmend an Kontur: Vom von sich selbst enttäuschten, zur Mittelmäßigkeit verdammten Krämer zum stillen Helden, der das Unausweichliche akzeptiert." Irene Schröder, BT

GÄSTEBUCH:

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