DIE MACHT DER GEWOHNHEIT

von Thomas Bernhard

"Wir hassen das Forellenquintett, aber es muss gespielt werden." Zirkusdirektor Caribaldi ringt um Vollkommenheit, die Kunst, sein Leben. Seit ihm vor 22 Jahren die Ärzte rieten, ein Musikinstrument zu lernen, um seine Konzentrationsfähigkeit zu erhalten, spielt er Cello und ist besessen vom Gedanken, das Forellenquintett von Franz Schubert aufzuführen, und zwar perfekt. Doch die Unzulänglichkeiten seiner Mitspieler – Jongleur, Dompteur, Spassmacher und seine Enkelin – ließen noch jede Probe zum Fiasko werden. Es bleibt die verzweifelte Hoffnung, dass es am nächsten Tag anders ist, zum Beispiel "morgen, in Augsburg".

Zirkus als Metapher für das Leben: In Thomas Bernhards Die Macht der Gewohnheit (1974) besteht die Kunst der Komödie in der Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Wie soll – ganz ernsthaft – Kunst möglich sein, wenn dem Spassmacher während der Probe andauernd die Haube ins Gesicht rutscht? 

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Spiegelfoyer statt.

  • INSZENIERUNG: Irmgard Lange* >>
  • BÜHNE UND KOSTÜME: Volker Walther* >>

  • BESETZUNG:
    Matthias Günther* >>, Michael Günther* >>, Oliver Jacobs >>, Catharina Kottmeier >>, Michael Laricchia >>, Valentin Mirow

PRESSESTIMMEN:

"Ein großer Mime (Matthias Günther), der die Magie der Macht in allen Facetten schillern lässt." BT, 25.10.2011

"Die Figuren sind unfreiwillig aneinandergekettet und wirken wie defekte Aufziehpuppen. Sie schinden sich, hassen sich und machen dennoch weiter wie gehabt. In ihrer Inszenierung am Theater Baden-Baden gelingt es Irmgard Lange, eine Balance zwischen Ernst und Komik zu halten …" BNN, 24.10.2011

GÄSTEBUCH:

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