GEÄCHTET

von Ayad Akhtar

Ein erfolgreiches mitteljunges Paar, sie Künstlerin, er Anwalt für Fusionen und Übernahmen, lädt ein befreundetes Paar zum Dinner in seine schicke New Yorker Wohnung ein: sie Anwaltskollegin aus der Kanzlei, er Kurator am Whitney Museum in New York. Aperitif, Antipasti, Smalltalk unter Gleichgesinnten, die den gleichen aufgeklärt westlich intellektuellen Codes verpflichtet sind. Bis am Thema des 11. September sich eine Diskussion entzündet, die harmlos beginnt, grotesk eskaliert und im Desaster endet. – Ändert es etwas zu wissen, dass die Personen Amir, Emily, Isaac und Jory heißen? Oder muss man hinzufügen, dass Amir pakistanischer Herkunft, Emily Weiße, Isaac amerikanischer Jude und Jory Afroamerikanerin ist?

Ayad Akhtars raffiniertes Stück verhandelt im boulevardesken Gewand das Thema, welche Sprengkraft ethnische und religiöse Differenzen selbst in unserer agnostischen Welt entfalten können. Es wurde 2013 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und gilt hierzulande als „Stück der Stunde“.

  • INSZENIERUNG: Rudi Gaul* >>
  • BÜHNE UND KOSTÜME: Olga Motta* >>

  • BESETZUNG:
    Mattes Herre >>, Nadine Kettler >>, Lilli Lorenz >>, Max Ruhbaum >>, Patrick Schadenberg >>

PRESSESTIMMEN:

"Das Theater Baden-Baden bringt mit dieser jüngsten Premiere erneut einen topaktuellen Diskussionsbeitrag zu Themen unserer Zeit." Badisches Tagblatt

"Rudi Gaul gelingt es hervorragend, das heterogene Quartett durch belanglose Höflichkeiten, boshafte Anspielungen und bittere Auseinandersetzungen hindurch bis zum Eklat zu führen. Zu diesen tragen dann nicht nur Politik und Religion, sondern auch berufliche Konkurrenz und sexuelle Untreue bei." Badische Neueste Nachrichten

"90 Minuten, keine Pause - (...) Regisseur Rudi Gaul hat sie mit scharfsinningem Witz in einem großzügigen Appartement inszeniert, mit einigen Zuspitzungen und genügend Raum für die wirkungsmächtigen Sätze." Badisches Tagblatt

GÄSTEBUCH:

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