KINDER DER SONNE

von Maxim Gorkij, Deutsch von Ulrike Zemme, Fassung von Sonja Anders

Das könnten wir sein: Der Naturwissenschaftler Protassow vergräbt sich in seinen Forschungen; seine Frau Jelena hält ihm den Rücken frei, aber fühlt sich emotional ausgehungert; der Künstler Wagin macht ihr den Hof; der Tierarzt Tschepurnoj liebt schon lange Protassows Schwester Lisa; Lisa hat Angst vor der Erfüllung und hält ihn halb nah, halb fern; Tschepurnojs Schwester Melanija ist in Protassow verliebt – der davon natürlich gar nichts merkt: ein Reigen von einigermaßen wohlhabenden, gebildeten Menschen, die vor lauter Beschäftigung mit ihren Befindlichkeiten nicht wahrnehmen, was in der Welt draußen passiert. Jegor, der bei ihnen arbeitet, der seine Frau schlägt, obwohl er sie liebt, ist die einzige Brücke zur abgehängten Bevölkerung. Eine Wut brodelt dort draußen, eine Sehnsucht nach Teilhabe, die sich verquer zu entladen droht. Und obwohl die „Kinder der Sonne“ den ganzen Tag vom besseren Leben reden, wissen sie nicht, wie der sozialen Katastrophe begegnen.

Gorkij schrieb KINDER DER SONNE 1905 als Reaktion auf den sogenannten „Blutsonntag“ in St. Petersburg, an dem Hunderte Arbeiter wegen ihrer Revolte gegen unwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen erschossen wurden.

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Spiegelfoyer statt.

Dauer: 90 Minuten, keine Pause

Schulen buchen für Gruppenpreise bitte ausschließlich über ticketservice@baden-baden.de

  • INSZENIERUNG: Otto Kukla* >>
  • BÜHNE: Otto Kukla* >>
  • KOSTÜME: Annie Lenk* >>

  • BESETZUNG:
    Crescentia Dünßer* >>, Oliver Jacobs >>, Catharina Kottmeier >>, Sebastian Mirow >>, Patrick Schadenberg >>, Constanze Weinig >>, Patrick Wudtke >>

PRESSESTIMMEN:

Regisseur Otto Kukla gelingt es [...], mit seismografischem Einfühlungsvermögen und Fachkompetenz diesem, dem sozialistischen Realismus zuzuordnenden Drama, Aktualität und Leben zu vermitteln. Ihm zur Seite steht ein hochmotiviertes Ensemble, das die Psyche der handelnden Personen differenziert in Sprache und Gestik umsetzt. Badisches Tagblatt

Glänzende Aufführung, deren einfühlsame Regie durch eine schlüssige, umsichtige Personenführung überzeugt und den Schauspielern Gelegenheit gibt, ihre Rollen mit schöner Genauigkeit und differenzierten Zwischentönen zu nachhaltigen Porträts zu entwickeln [...]. Ausgezeichnete Ensembleleistung. Badische Neueste Nachrichten

 

 

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TERMINE:
Sa 18.11.2017, 20:00 Uhr TICKETS >>
Fr 15.12.2017, 20:00 Uhr TICKETS >>

GÄSTEBUCH:

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