WOYZECK
von Georg Büchner
"Der Mensch ist frei, in dem Menschen verklärt sich die Individualität zur Freiheit." Die Überzeugung des Doktors, der Woyzecks finanzielle Not für wissenschaftliche Experimente missbraucht, ist mit Blick auf dessen Existenz purer Zynismus; denn Woyzeck ist ein Getriebener. Er reibt sich auf und lässt sich demütigen. Er will sich, der über alle Maßen geliebten Marie und dem gemeinsamen Kind ein kleines Glück ermöglichen, dem die unbarmherzigen Umstände keinen Raum und keine Zeit lassen. Er ist argwöhnisch, ahnt, dass seine Marie einen anderen lieben könnte. Mit der Gewissheit wird Woyzeck vom Opfer zum Täter.
Georg Büchner (1813–1837) verarbeitete in seinem Fragment gebliebenen Drama die Geschichte des arbeitslosen Friseurs und Perückenmachers Johann Christian Woyzeck, der für den Mord an seiner Geliebten 1824 in Leipzig hingerichtet wurde. In knappen Szenen und mittels berührend einfacher Sprache skizziert er ein überaus modern anmutendes Schicksal.
- MUSIKALISCHE LEITUNG: Hans-Georg Wilhelm >>
- INSZENIERUNG: Harald Fuhrmann* >>
- BÜHNE: Karla Fehlenberg* >>
BESETZUNG:
Birgit Bücker >>, Tobias Graupner >>, Thomas Höhne >>, Nadine Kettler >>, Sebastian Mirow >>, Rosalinde Renn* >>, Max Ruhbaum >>, Sarah Sanders >>, Christian Schaefer >>, Pirmin Ullrich* >>, Wolfram Wagner* >>, Berth Wesselmann >>, Otto Zwecker
PRESSESTIMMEN:
"Harald Fuhrmann hat zum Spielzeitauftakt am Theater Baden-Baden Georg Büchners Szenenfragment 'Woyzeck' inszeniert, schlüssig, mit Ruhe und in packenden Bildern. [...] Der Abend ist anstrengend, aber lohnend." Sabine Rahner, BT
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